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Geldvernichtung

LDFF - Sönd Willkomm!!!
Herausgegeben von in Privat ·
Weisst du nicht, wohin mit deinem Geld? Kaufe dir ein Wohnmobil! Garagist, Campingbetriebe, die MFK und viele weitere Anspruchsgruppen freuen sich über deine Investitionen. Ja, tatsächlich; Geldvernichtung geht auch ohne Bank!

Heute kostet ein Mittelklassewohnmobil so rund SFr. 80'000.--. Schon einmal eine stolze Basisinvestition; mit der es jedoch noch nicht getan ist. Denn in den SFr. 80'000 sind weder Geschirr noch Grill oder sonstige Campingausrüstung enthalten. Für Stühle und Tisch, Licht und Chemieausstattung, Geschirr, Gläser und Besteck, Kochutensilien und Bettwäsche, Reinigungsmittel und Unterhaltung (Fernseher oder Radio) legt man dann locker nochmals SFr. 6'000.-- bis SFr. 10'000.-- hin. Wir stehen also knapp unter SFr. 100'000.--; einem Betrag, der meist schon als Eigenmittel für ein Eigenheim genügen würde.

Wer nun meint, damit können dann die Ferien in Angriff genommen werden, hat grundsätzlich recht, fehlt jedoch noch bei Weitem. Da kommt dann noch stattlich Diesel dazu - so ein Mittelklasse-WoMo säuft zwischen 11 und 17 Liter Diesel auf 100 km. Die Übernachtungen sind weder auf Stellplätzen noch auf Campingplätzen gratis und 'wildes Campen' ist - zumindest in der Schweiz - nicht gestattet. So kommt eine Woche Camping-Ferien schnell mal auf SFr. 400.-- bis SFr. 600.--; und das noch ohne Verpflegung!

Doch so richtig teuer wird es erst noch. Nebst einem Abstellplatz für die Zeit während der man das WoMo nicht benötigt berappt man wieder - meist sogar noch recht viel teurer, da die Plätze ja länger, breiter und bei Einstellhallen auch höher sein müssen. Nun sagen sich die ganz Schlauen, dass man das WoMo ja auch im Freien abstellen kann. Willkommen im Club! Die Aussenhaut altert schneller, was zur Folge hat, dass das Dach irgendwann fällig wird, da es nicht mehr dicht ist (Alterung durch UV-Strahlung führt zur Brüchigkeit). Kosten: je nach Grösse und Art der gewählten Auffrischung zwischen SFr. 2'500.-- und SFr. 6'000.--. Damit nicht genug. Die Hersteller von WoMos möchten schliesslich Geld verdienen, was zur Folge hat, dass sie für den Aufbau eher minderwertiges Holz für die Bodenplatten verwenden. Unangenehm für den Halter des WoMo, diese Platten faulen dann durch, wenn das Wohnmobil im Freien 'gelagert' wird. Die MFK sieht das natürlich sofort und verlangt Instandstellung. Wieder zückt man den Geldbeutel und wird weitere SFr. 1'000.-- los.

Will man dann allenfalls den verwitterten Lack auch auffrischen, kostet das für die Führerkabine alleine schon SFr. 4'500.--, weitere rund SFr. 1'500.-- sind für den Ersatz der Aussendichtungen fällig (dies ist zwingend notwendig, da ansonsten die Dichtigkeit nicht mehr gewährleistet ist!) und ein Service für ein Nutzfahrzeug (die Basis von WoMos gilt als Nutzfahrzeug, respektive 'leichter Motorwagen') kostet auch schnell mal SFr. 2'200.--.

Also, überlegt euch die Anschaffung eines Wohnmobils gut! Es geht ins Geld!


Doch beachtet auch - es bringt riesen Spass, Unabhängigkeit und ganz, ganz viel Ferienvergnügen!
Manchmal ist Geld eben nicht alles.

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