Judo - SPEAKER'S CORNER - LDFF - Sönd Willkomm!!!

Direkt zum Seiteninhalt

Judo

LDFF - Sönd Willkomm!!!
Herausgegeben von in Privat ·
Tags: Judo
Schnupperlektionen bei Nippon St. Gallen

Am 8. März war es zum ersten Mal so weit. Mit Trainerhose und T-Shirt bekleidet betritt der junge angehende Judoka zum ersten Mal das Dojo von Nippon St. Gallen.

Auch wenn diese ersten Zeilen einen 'dramatischen' Unterton vermuten lassen - so ein Donnergrollen im Hintergrund, das den Auftritt des Helden begleitet -, der ein einmaliges Ereignis von grösserer Tragweite begleitet, stimmt dies leider nicht! Der vielleicht angehende Judoka beteiligt sich kaum am Geschehen, sitzt am Rand, beobachtet und kommt nur, wenn er direkt angesprochen wird. Ansonsten gleicht der Junge eher einem scheuen Reh, als einem künftigen Träger farbiger Gürtel.

Da erstaunt es dann auch nicht, wenn am Ende der Trainingslektion nicht wirklich eine Entscheidung für oder gegen das Judo gefällt werden kann. Vielmehr wird entschieden, dass eine weitere Trainingslektion in einer Woche mehr Aufschluss liefern soll. Auch wenn das Angebot des Judo-Trainiers nach Grossmütigkeit tönt, so zeigt der, mit Nachdruck geäusserte, Nebensatz, dass dann aber schon eine Entscheidung für oder gegen das Judo fällig sein wird, dennoch, dass man seitens Nippon nicht unbedingt gewillt ist, eine unendliche Anzahl von Trainingslektionen zu offerieren.

Zu Hause folgt dann ein klärendes Gespräch, bei dem es einerseits darum geht, ausfindig zu machen, ob der junge Knabe gar nicht will - oder vielleicht schon, andererseits soll auch klar aufgezeigt werden, was in einer Trainingslektion erwartet wird. Nachdem darüber gesprochen wurde, freut sich unser Enkel auf die nächste Trainingslektion und entscheidet für sich, dann aktiv(er) mitzumachen.

Eine Woche später, es ist der 15. März 2017, die selben Personen. Tatort, wieder das Dojo von Nippon St. Gallen. Unterschied zum letzten Mittwoch ist, dass der Jung-Judoka nun bei der Sache ist. Selbst ein unglückliches Aufeinandertreffen eines Ellbogens mit dem Auge von Linus ändert - nach einer kurzen Tränenpause (der Zusammenprall tat wirklich weh und resultierte in einem 'schönen' Veillchen) - am Einsatz nichts. Voller Tatendrang, aktiv und aufmerksam wird mitgemacht. Selbst der Trainingsleiter stellt erstaunt fest, dass dieses Mal ein echtes Mitmachen festzustellen ist.

Kein Wunder also, dass schon nach kurzer - aber intensiver - Zeit die Backen rot sind und die Atmung erhöht ist. Judo macht sicherlich Spass, ist aber auch - und das soll so sein - streng! Verschwitzt, aber sehr zufrieden und glücklich kommt der Knabe aus dem Dojo heraus und teilt mit, dass er in einer Woche wieder ins Judo möchte.

Dennoch, heute schon einen Kimono zu kaufen, lässt Linus Kopf (noch) nicht zu. Allerdings kauft Nani bereits einmal ein Judobuch.

Beim Abendessen erzählt Linus dann dem Neni voller Freude, wie das Training heute gelaufen ist, und dass er wieder gehen wird. Das mit dem Kimono müssen Nani und Neni nochmals erkären; speziell die Tatsache, dass ein Kimono nicht 'bloss' Judo-Bekleidung ist, sondern auch Sinn macht, da dieser spezielle Trainingsanzug nicht so schnell die Form verliert (oder gar kaputt geht) wie ein gewöhnliches T-Shirt. Aber so richtig überzeugen lässt sich Linus erst, nachdem Neni ihm mitteilt, dass Linus Götti immer wollte, dass der Kimono häufig gewaschen wird und damit jedes Mail sehr sperrig war. Das machte es den Gegnern nicht so einfach, Halt zu finden.

Wir vermuten jetzt einfach mal, dass wir am kommenden Mittwoch in St. Gallen auch einen Kimono kaufen werden. Auf jeden Fall hat sich Linus nicht nur einverstanden erklärt ein Jahr ins Judo zu gehen, nein, vielmehr freut er sich darauf und möchte dies selbst.

Auf jeden Fall werden wir, sobald es Neues zu berichten gibt, hier wieder über die Fortschritte, die Erlebnisse (sowohl Freuden wie Leiden) berichten.

Also, schaut mal wieder rein!

Bookmark and Share

Kein Kommentar

Zurück zum Seiteninhalt